Energietechnik in Deutschland

Fakten Energietechnik

Inhalt

Energiewirtschaftsrecht
Energieforschung
Kernenergie
Energieträger Kohle
Energieträger Mineralöl
Energieträger Gas
Erneuerbare Energien

Energiewirtschaftsrecht

Die Märkte für die leitungsgebundene Versorgung mit Strom und Gas wurden durch die Energierechtsnovelle für den Wettbewerb geöffnet. Die Energieversorgungsunternehmen hatten in ihren jeweiligen Versorgungsgebieten zuvor ein kartellrechtlich freigestelltes Monopol inne. Ergänzende Regelungen für die Marktöffnung vor allem im Gasbereich enthielt die Energierechtsnovelle 2003. Da ein dauerhaft gesicherter Wettbewerb auf den leitungsgebundenen Strom- und Gasmärkten den ungehinderten Zugang Dritter zu den Versorgungsnetzen voraussetzt, stand die Schaffung von Ansprüchen auf Netzzugang im Zentrum dieser Novellierungen. Flankiert wurden die Regelungen des Energiewirtschaftsrechts durch das allgemeine kartellrechtliche Missbrauchsverbot, das die Kartellbehörden befugt, gegen unbillige Behinderungen beim Netzzugang vorzugehen. Bei der näheren Ausgestaltung der Netzzugangsansprüche setzte der Gesetzgeber 1998 zunächst auf das Prinzip des verhandelten Netzzugangs auf Grundlage von Verbändevereinbarungen.

Mit Inkrafttreten der Energierechtsnovelle 2005 erfolgte auf der Grundlage der Binnenmarktrichtlinien für Strom und Gas 2003 der Übergang vom verhandelten zum regulierten Netzzugang. Die Geschäftsbedingungen und Entgelte des Netzzugangs werden nicht mehr in erster Linie durch die Marktbeteiligten konkretisiert, sondern ergeben sich aus detaillierten Vorgaben in Gesetz und Rechtsverordnungen, die durch Entscheidungen der Regulierungsbehörden gegebenenfalls ergänzt und durchgesetzt werden. Für die Durchführung der Regulierung auf Bundesebene ist die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur) zuständig. Daneben gibt es Landesregulierungsbehörden der Bundesländer, denen durch das neue Energiewirtschaftsgesetz bestimmte Zuständigkeiten bei der Kontrolle kleinerer und mittlerer Netzbetreiber zugewiesen wurde.

Entscheidende Bedeutung für einen unverfälschten Wettbewerb bei Stromerzeugung und Stromvertrieb kommt den neuen gesetzlichen Bestimmungen zur Entflechtung des Netzbetriebs zu. Sie wirken darauf hin, dass in vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Netzbetreiber ihre aus dem Netz erwachsende Monopolstellung nicht zur Behinderung unternehmensfremder Netznutzer missbrauchen.

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Energieforschung

Das im Juni 2005 vom Bundeskabinett verabschiedete Energieforschungsprogramm "Innovation und neue Energietechnologien" bildet die Grundlage für die Förderpolitik des Bundes in den kommenden Jahren und löst das Vorläuferprogramm aus dem Jahr 1996 ab.

Kurz- und mittelfristig leistet das Programm einen konkreten Beitrag zur Erfüllung aktueller politischer Vorgaben, insbesondere die Sicherstellung eines ausgewogenen Energiemixes, die Steigerung der Energieproduktivität und die Erhöhung des Beitrags der erneuerbaren Energieträger am Primärenergieverbrauch. Langfristig trägt es dazu bei, durch Sicherung und Erweiterung der technologischen Optionen die Reaktionsfähigkeit und Flexibilität der Energieversorgungssysteme zu verbessern.

Die Bundesregierung stellt in den Jahren 2005 bis 2008 rund 1,7 Mrd. € für die Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien bereit. Die Schwerpunkte der Förderung liegen auf den Feldern "Energieeffizienz" und "erneuerbare Energien". Im einzelnen richtet sich die Förderung insbesondere auf folgende Felder:

Daneben umfasst die Förderpolitik des Bundes auch die Bereiche energiesparender Technologien in der Industrie, im Gewerbe, im Handel und bei Dienstleistungen, weitere Bereiche der erneuerbaren Energietechnologien, wie Solarthermie, Geothermie und Wasserkraft, nukleare Sicherheits- und Endlagerforschung, die Entwicklung der Kernfusion als Energiequelle sowie Systemanalyse und Informationsverbreitung.

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Kernenergie

In Deutschland sind 17 Kernkraftwerke mit einer Nettoleistung von 20.303 MW am Netz. Der Anteil der Kernenergie an der allgemeinen Stromversorgung beträgt rund 26 %, der Grundlaststromversorgungsanteil 47,8 %. Insgesamt sind in der Kernenergiebranche rund 30.000 Beschäftigte tätig.

Im Jahr 2000 vereinbarte die damalige Bundesregierung mit den Energieversorgern die Beendigung der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung. Rechtlich umgesetzt wurde dies mit der Atomgesetznovelle 2002. Auf Grundlage der im Atomgesetz für jede Anlage festgelegten Reststrommengen sollen alle Kernkraftwerke sukzessive abgeschaltet werden. Das letzte Kernkraftwerk soll ca. 2022 vom Netz gehen.

Damit sind bis 2022 rund 20.000 MW durch andere neu zu errichtende Kraftwerke auf fossiler Basis, durch erneuerbare Energien sowie durch Einsparung und Effizienzsteigerung zu ersetzen. Bis Ende 2007soll, ausgehend von der durch den Energiegipfel im April 2006 eröffneten Debatte, ein energiepolitisches Gesamtkonzept erarbeitet werden, das Versorgungssicherheit, wettbewerbsfähige und für die Verbraucher tragbare Energiepreise sowie wirksamen Klimaschutz kohärent miteinander verknüpft. Hierbei soll geprüft werden, wie ein volkswirtschaftlich vertretbarer Ersatz der Kernenergie erfolgen kann.

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Energieträger Kohle

Stein- und Braunkohle decken fast ein Viertel des Primärenergieverbrauchs der Bundesbürger Kohle ist die einzige heimische Energiequelle von Belang. Zur Energiestrategie der Bundesregierung gehört es, einen Kernbergbau bei der Steinkohle zu erhalten, der einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland leistet. Bei der subventionsfreien Braunkohle geht es darum, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen zu erhalten.

Die deutsche Steinkohle muss von über 1.000 Metern unter schwierigen Bedingungen ans Tageslicht befördert werden. Deshalb wurde der Absatz der Steinkohle schon seit Jahrzehnten mit Milliardensummen unterstützt. Nach der 2007 von Bund und Ländern erzielten Einigung soll jedoch die subventionierte Steinkohleförderung zum Ende des Jahres 2018 sozialverträglich beendet werden. Das Land Nordrhein Westfalen muss sich nach 2014 nicht mehr an den so genannten Absatzhilfen für laufende Produktion beteiligen. Der Bund braucht dann keine Strukturhilfemittel mehr bereitzustellen. Altlasten und Stilllegungsaufwendungen werden wie bisher von Bund und Revierländern bis zur Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus zum Ende des Jahres 2018 gemeinsam finanziert. Für die Finanzierung der Ewigkeitslasten ist eine gesonderte Regelung getroffen worden, die die besondere Verantwortlichkeit der Revierländer widerspiegelt.

Die Vereinbarung soll 2012 vom Deutschen Bundestag noch einmal überprüft werden. Berücksichtigt werden dabei: Wirtschaftlichkeit, die Sicherung der Energieversorgung und die übrigen energiepolitischen Ziele.

Im Steinkohlebergbau, der sich in den Regionen Saar und Ruhr konzentriert, waren 1980 noch 187.000 Arbeiter und Angestellte beschäftigt, Ende 2002 waren es noch 48.570. Sie arbeiten seit 1999 unter dem Dach der RAG AG in der Deutschen Steinkohle AG (DSK) und der DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH.

Im Gegensatz zur Steinkohle benötigt die Braunkohle keine Subventionen. Sie ist somit die einzig heimische Energiequelle von Rang, die sich im Wettbewerb behauptet. Etwa ein Viertel des Strombedarfes der Bundesrepublik wird durch Braunkohle gedeckt. Allein die Braunkohle sichert mehrere Zehntausend Arbeitsplätze.

Braunkohle wird fast ausschließlich in der inländischen Strom- und Fernwärmeerzeugung eingesetzt. Durch den Verbund von Tagebau und Kraftwerk bieten die Anlagen auf Braunkohlenbasis eine hohe Effizienz und Versorgungssicherheit. Ein wichtiger Meilenstein bei der Umstrukturierung der ostdeutschen Braunkohlenindustrie war die Bildung des Energieunternehmens Vattenfall Europe AG bestehend aus HEW, LAUBAG, VEAG und BEWAG in 2002. Mit der von Vattenfall Europe AG gegenüber der Bundesregierung abgegebenen Verpflichtung, bis 2011 jährlich mindestens 50 TWh Strom aus ostdeutscher Braunkohle im Strommarkt abzusetzen, sind die Arbeitsplätze in den ostdeutschen Braunkohlentagebauen und Kraftwerken langfristig gesichert.

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Energieträger Mineralöl

Mit fast 40% hält Mineralöl den höchsten Anteil am deutschen Primärenergieverbrauch. Der Inlandsabsatz an Mineralölprodukten betrug 111,0 Mio. Tonnen im Jahr 2005, darunter Ottokraftstoff 23,4 Mio. Tonnen, Diesel 28,5 Mio. Tonnen, Heizöl (leicht) 24,5 Mio. Tonnen sowie das überwiegend in der Industrie eingesetzte Heizöl (schwer) 6,0 Mio. Tonnen.

Mineralölprodukte werden im Verkehrsbereich aus technischen und ökonomischen Gründen auf absehbare Zeit ihre überragende Bedeutung behalten. Ihr Anteil wird jedoch zurückgehen. Die Bundesregierung sich hat das Ziel gesetzt, den Anteil von Biokraftstoffen am Gesamtkraftstoffmarkt bis zum Jahr 2010 auf 6% zu steigern.

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Energieträger Gas

Im Jahre 2002 wurden in Deutschland rd. 83 Mrd m³ Erdgas verbraucht. Das waren fast 22 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs. Erdgas ist damit neben dem Mineralöl und der Kohle (Stein- und Braunkohle) der dritte Eckpfeiler der Energieversorgung. In Deutschland wird Erdgas heute zum Heizen, Kochen und zur Warmwasserbereitung, zur Erzeugung von Prozesswärme in der gewerblichen und industriellen Produktion sowie zur Stromerzeugung – zu einem bedeutenden Teil durch Kraft-Wärme-Kopplung – eingesetzt. Darüber hinaus dient es der Chemischen Industrie als Rohstoff. In der deutschen Gaswirtschaft sind etwa 700 Unternehmen tätig. Sie beschäftigen insgesamt rd. 36 000 Mitarbeiter.

Von den deutschen Gasversorgern im Jahr 2004 insgesamt an Endkunden verkauften 963,5 Mrd kWh bezogen die privaten Haushalte etwa ein Drittel (313,2 Mrd kWh). Die größte Abnehmergruppe mit einem Anteil von 55% am gesamten Gasabsatz blieben die Industrieunternehmen, die 2004 mit 534,1 Mrd kWh die höchste jemals an die Industrie gelieferte Gasmenge bezogen.

Der deutsche Gasmarkt läßt sich in drei Lieferstufen einteilen. Überregionale Ferngasunternehmen gewinnen Gas im Inland oder importieren Gas. Die regionalen Ferngasgesellschaften ohne eigene Förderquellen und ohne Import beziehen ihr Gas von den vorgenannten Gesellschaften und beliefern regionale und örtliche Gasversorgungsunternehmen und Letztabnehmer. Die dritte Stufe bilden die regionalen und örtlichen Gasversorgungsunternehmen. Auf dieser Stufe sind circa 40 Regionalgesellschaften sowie circa 650 örtliche Gasversorgungsunternehmen (häufig Stadtwerke) aktiv.

Im Jahr 2003 hielten die Regional- und Ortsgasunternehmen bei der Belieferung von privaten Haushalten und Gewerbe einen Anteil von 93 Prozent, während lediglich sieben Prozent auf die Ferngasunternehmen entfielen. Bei der Belieferung der Industrie kommt den Ferngasgesellschaften ein Anteil von 53 Prozent und den Regional- und Ortsgasunternehmen ein Anteil von rund 47 Prozent zu.

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Erneuerbare Energien

Die erneuerbaren Energien wiesen in Deutschland im Jahr 2005 einen Anteil von 4,6 % am Primärenergieverbrauch auf und der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Bruttostromverbrauch stieg auf 10,2 %. Der Beitrag zur Kraftstoffversorgung, bezogen auf den gesamten Straßenverkehr, erreichte einen Anteil von 3,4 % und im Wärmemarkt wurde ein Anteil von 5,4 % an der gesamten Wärmebereitstellung erreicht. Der Anteil an der gesamten Endenergiebereitstellung (Strom, Wärme, Kraftstoffe) stieg auf 6,4 %.

Diese Entwicklung wurde gefördert insbesondere durch die Regelung der Vergütung von ins Netz eingespeistem Strom aus erneuerbaren Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie durch weitere Förderprogramme wie das Marktanreizprogramm . In der Folge haben sich Erneuerbare Energie-Technologien in Deutschland in den letzten Jahren zu einem wichtigen Industriezweig mit hohen jährlichen Wachstumsraten entwickelt. Viele innovative deutsche Unternehmen avancierten zu internationalen Technologieführern bei Schlüsselkomponenten der Windenergie, der Wasserkraft, der Solarenergie, der Geothermie oder der Biomasse. "Renewables made in Germany" zählen im internationalen Vergleich zur Weltspitze und sind daher weltweit im Einsatz.

Seit dem Bau der ersten Windkraftanlagen Anfang der 90er Jahre hat die Stromerzeugung aus Windenergie aufgrund der staatlichen Förderprogramme ein dynamisches Wachstum erfahren. Mit mehr als einem Drittel der weltweit installierten Leistung stehen heute in keinem anderen Land mehr Windenergieanlagen als in Deutschland. Ende 2005 waren nach Angaben des Bundesverbands Windenergie insgesamt 17.574 Anlagen mit einer Leistung von 18.428 Megawatt installiert. Im äußerst windschwachen Jahr 2005 erzeugten sie 26,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Dies entspricht einem Anteil von rund 4,3 Prozent am gesamten Stromverbrauch in Deutschland und liefert den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien.

Mit 4,5 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland und über 64.000 Beschäftigten im Jahr 2005 hat sich die Windenergie-Industrie zu einem enormen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Eine bereits heute sehr bedeutende und weiter zunehmende Rolle für die deutsche Windindustrie spielt der Export: Die Exportquote liegt bei 64 Prozent und die Einnahmen aus dem Auslandsgeschäft betragen fast 3 Milliarden Euro. Ein Grund für die international steigende Nachfrage nach Windenergieanlagen ist ihre zunehmende Wirtschaftlichkeit: Die Kosten für diese umweltfreundliche Art der Energieerzeugung konnten seit Anfang der 90er Jahre mehr als halbiert werden.

Mit der Solarindustrie ist in Deutschland ein neuer Industriesektor entstanden. Allein seit 1998 wurden rund fünf Milliarden Euro in den Aufbau von Solarfabriken und Solarkraftwerken investiert. Die Produktion von Solarzellen in deutschen Fabriken ist von 1998 bis 2005 um das 156-fache gestiegen. Die Umsätze mit deutscher Solartechnik haben sich von 1999 bis 2005 von 0,35 Mrd. Euro auf 3,7 Mrd. Euro mehr als verzehnfacht. Heute arbeiten etwa 42.500 Menschen in der Solarbranche.

Obwohl Deutschland aufgrund seiner geografischen Lage mit nur mäßiger Sonneneinstrahlung keineswegs ein ideales Sonnenenergie-Nutzungsland darstellt, konnte sich hier der größte Solarthermiemarkt Europas herausbilden. Bei der photovoltaischen Stromgewinnung nimmt Deutschland sogar weltweit nach Japan den zweiten Platz ein.

Zum Endenergieverbrauch in Deutschland leistete die Bioenergie im Jahr 2005 den größten Beitrag aller Erneuerbaren Energien. Die Stromerzeugung aus Biogas verdoppelte sich im Jahr 2005, gemessen an der eingespeisten Strommenge (Anstieg von 1,4 auf rund 3,2 Milliarden Kilowattstunden). Das entspricht einem jährlichen Verbrauch von über 900.000 durchschnittlichen 3-Personen-Haushalten.

Der Absatz von Biokraftstoffen im Jahr 2005 stieg von rund 1,1 Millionen Tonnen auf über 2 Millionen Tonnen. Neben Biodiesel hatten Pflanzenöl und Bioethanol erstmals einen bedeutenden Anteil. Die Bioenergie-Branche in Deutschland verzeichnete in 2005 einen Gesamt-Umsatz von 5,85 Milliarden Euro.

In Deutschland ist die Geothermie innerhalb der einzelnen Sparten der erneuerbaren Energien neben Wind, Wasser, Sonne und Biomasse noch ein junger Zweig. Neben der Gewinnung von warmem Wasser für Thermalbäder oder Nahwärmenetze wird die Erdwärme hier häufig in Haushalten über Heizungswärmepumpen genutzt. Die Stromerzeugung aus Erdwärme beschränkt sich bislang auf ein Kraftwerk in Neustadt-Glewe, das Ende 2003 in Betrieb genommen wurde. Weitere Geothermie-Projekte sind in der Umsetzung, überwiegend für die Wärmeversorgung, wie zum Beispiel das Heizkraftwerk in Unterhaching bei München. Der Absatz von Wärmepumpen stieg in Deutschland im Jahr 2005 auf rund 17.600 Anlagen, etwa 35 Prozent mehr als 2004.

Die Menge des in Deutschland aus Wasserkraft erzeugten Stroms ist seit einigen Jahren weitgehend stabil. Im Jahr 2005 betrug die Stromerzeugung aus Wasserkraft etwa 21,5 Mrd. kWh und deckte damit 3,5 Prozent des Brutto-Stromverbrauchs oder den Bedarf von über sechs Millionen Haushalten. Die gesamte in Deutschland installierte Leistung betrug Ende 2005 etwa 4.680 Megawatt, die sich auf rund 7.500 Anlagen verteilen.

Die Unternehmen der Wasserkraft-Branche sehen in Deutschland noch ein Ausbau-Potenzial von etwa 2.000 MW. In Deutschland gibt es eine überschaubare Anzahl von mittleren und kleinen sowie wenigen großen Unternehmen, die Turbinen und andere Maschinenbau-Komponenten für den Bereich Wasserkraft produzieren. Die Wasserkraft-Branche in Deutschland verzeichnete im Jahr 2005 einen Umsatz von etwa 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Für die Wasserkraftindustrie spielt der Export mit einer Quote von über 80 Prozent eine besonders große Rolle.

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